Die Landessynode 2026 der Evangelischen Kirche im Rheinland hat mit einem Beschluss ihre theologische Standortbestimmung zum Thema geschlechtliche Identität und sexuelle Orientierung der Synode im vergangenen Jahr bekräftigt.
„Wir sind dankbar für die vielen Initiativen, die in den Kirchenkreisen und Kirchengemeinden existieren und die vielfaltsensible Kirche leben und dafür einstehen“, heißt es im Beschluss mit dem Titel „Segen für alle – Solidaritätsbekundung“. Mit großer Sorge nimmt die Landessynode demnach „wahr, dass diese Kirchengemeinden und ihre Repräsentant*innen zunehmend angefeindet und angegriffen werden.“ Die Synode stehe an der Seite aller Menschen in der Kirche und aller Gemeinden, die Ziel rechter Hetze würden. „Diese Anfeindungen verurteilen wir auf das Schärfste.“ Darüber hinaus ruft die Landessynode die Kirchengemeinden und Kirchenkreise dazu auf, sich persönlich und konkret mit allen zu solidarisieren, die von Hass und menschenverachtender Hetze betroffen seien. Zudem bittet die Landessynode die Kirchenleitung laut Beschluss, schnell und gut umzusetzende Solidaritätsformate und Maßnahmen zum Schutz aller von Hetze Betroffener zu entwickeln. „Diese sollen allen zur Verfügung gestellt werden, die in Gefahr sind und denen, die sie unterstützen wollen.“ Der Beschluss geht auf einen Antrag der Kreissynode des Kirchenkreises Köln-Mitte zurück.
