Neue Leitung: Doppelspitze im Kirchenkreis Wuppertal

Pfarrerin Katharina Pött und Pfarrer Dr. Jochen Denker werden am Sonntag, 15. März 2026, 14 Uhr, von Präses Dr. Thorsten Latzel in einem Gottesdienst in der Gemarker Kirche in Wuppertal in ihr neues Amt als Superintendentin und Superintendent eingeführt. Damit hat der Kirchenkreis erstmals eine Doppelspitze als Leitung. Dieses Modell gilt als kirchliches Pilotprojekt, das im Rahmen des Erprobungsgesetzes von der Evangelischen Kirche im Rheinland ermöglicht und begleitet wird. Katharina Pött, Pfarrerin der Gemeinde Langerfeld, und Dr. Jochen Denker, Pfarrer der reformierten Gemeinde Ronsdorf, teilen sich die Aufgabe gleichberechtigt und werden zugleich jeweils mit halber Stelle in ihren Gemeinden tätig bleiben. Ein anderes Modell der Doppelspitze wird bereits im Kirchenkreis Köln-Rechtsrheinisch erprobt. Mehr zu den beiden Modellen ist in der Ausgabe EKiR.info 1/2025 nachzulesen.

Für ekir.de haben Katharina Pött und Dr. Jochen Denker erklärt, was Kirche für sie bedeutet.

Katharina Pött: Im Vertrauen auf Jesus Christus Verantwortung übernehmen

Katharina Pött

Kirche ist für mich … die Gemeinschaft der Menschen, die miteinander auf dem Weg sind, das Leben teilen und feiern, beten, nach Gottes Wort fragen, mit ihm leben und es weitererzählen. Und die in all dem darauf vertrauen, dass Jesus Christus lebendig mit auf dem Weg ist.

Kirche leiten, heißt für mich, … im Vertrauen auf Jesus Christus als festen Grund Verantwortung zu übernehmen, um gemeinsam danach zu fragen, wie die gute Nachricht in der Welt lebendig bleibt und wirkt. Und dabei die vielen Menschen, die daran mitarbeiten und ihre Gaben einbringen, wertzuschätzen, ernst zu nehmen, zu unterstützen und zu vernetzen.

Kirche 2030 im Kirchenkreis Wuppertal ist für mich … eine lebendige Gemeinschaft: vielfältig, sichtbar und offen, bisweilen herausfordernd und widerständig – und gerade so nah bei den Menschen und für sie da. Möge Gott seinen Segen dazu geben.

Zur Person: Katharina Pött

• Aufgewachsen in Wuppertal
• Studium in Wuppertal, Bochum und Bonn
• 2002: Vikariat in Remscheid-Lüttringhausen (unterbrochen durch Elternzeit)
• 2005: Probedienst in der Evangelischen. Kirchengemeinde Uellendahl (Wuppertal), Beendigung des Probedienstes nach der Elternzeit in Wuppertal-Cronenberg
• Seit 2010: Gemeindepfarrerin in der Evangelischen Kirchengemeinde Langerfeld
• Seit 2020: 2. bzw. 1. Stellvertretende Skriba im Kreissynodalvorstand

Jochen Denker: Das Vertrauen stärken, dass Jesus Christus selbst seine Kirche trägt

Dr. Jochen Denker

Kirche ist für mich … da, wo sich Menschen zusammenfinden, um sich von Gottes Geist berühren zu lassen und im Vertrauen auf den lebendigen Christus getrost das Leben ergreifen und getröstet ihr Sterben in Gottes Hand legen.

Kirche leiten, heißt für mich … vor allem: das Vertrauen stärken, dass Jesus Christus selbst seine Kirche trägt und erhält. Und dann: In geschwisterlicher Verantwortung Rahmenbedingungen schaffen, in denen die Gaben, die Gott uns gegeben hat – Lebensenergie, Zeit und Geld –, dazu dienen, dass möglichst viele Menschen Gottes Liebe und Gerechtigkeit erfahren und Christus ihr Leben zum Guten verändern kann.

Kirche 2030 im Kirchenkreis Wuppertal ist für mich … ein – so Gott es schenkt – glaubwürdiges und erkennbares Zeugnis für Jesus Christus in einer kulturell vielfältigen, lebendigen und spannenden Stadt.

Zur Person: Dr. Jochen Denker

• 1968 in Daaden/Westerwald geboren
• Studium in Wuppertal, Tübingen und Bochum
• 1994 bis 1995: Vikariat in der Evangelisch-reformierten Kirchengemeinde Gruiten
• 1995 bis 2000: Assistent und Promovend an der Kirchlichen Hochschule Wuppertal
• Promotion 2002
• Seit 2000: Pfarrer der Evangelisch-reformierten Gemeinde Ronsdorf
• Seit 2011: Synodalassessor des Kirchenkreises Wuppertal

Mehr zum Wechsel in der Leitung des Kirchenkreises und der Verabschiedung von Superintendentin Ilka Federschmidt gibt es auf Evangelisch in Wuppertal zu lesen.

  • 11.03.2026
  • Red.
  • Sabine Damaschke