Bonn. Die Landessynode 2026 der Evangelischen Kirche im Rheinland hat ihre Solidarität mit den Opfern totalitärer Gewalt betont. Zudem fordert sie einen bundesweiten Abschiebestopp und den Schutz von Menschen- und Demonstrationsrechten. Der Beschluss „Menschen- und Demonstrationsrechte schützen! Solidarität mit den Opfern von totalitärer Gewalt“ im Wortlaut:
„Mit großer Sorge beobachten wir die politischen Entwicklungen in Staaten, die mit zu-nehmender Gewalt gegen ihre eigene Bevölkerung vorgehen.
Im Iran werden aktuell Menschen, die gegen das Regime in Teheran demonstrieren, verfolgt und getötet. Durch die strategische Blockade des Internetzugangs vor Ort seitens der Regierung können Opferzahlen noch nicht genau verifiziert werden, schon jetzt sind tausende Todesopfer zu beklagen.
Wir bekräftigen das Wort des Beschlusses der Landessynode 2023, in dem wir unsere Solidarität mit den demonstrierenden Frauen ausgesprochen haben.
Wir bewundern den Mut und die Entschlossenheit aller Demonstrierenden, die sich unter Einsatz ihres Lebens gegen die tödliche Ideologie des Unrechtsregimes wenden.
Wir fordern den Schutz von Demonstrations- und Menschenrechten und bekunden unsere Solidarität mit den Menschen im Iran sowie allen anderen Menschen, die unter staatlichen Repressionen zu leiden haben.
Wir fordern darüber hinaus einen sofortigen bundesweiten Abschiebestopp für iranische Staatsangehörige in die Islamische Republik Iran und den Stopp von Kettenabschiebungen.
Die Ermöglichung von humanitären Visa und legalen Zugangswegen nach Deutschland für im Iran bedrohte Menschen ist unbedingt notwendig.
Unsere Gebete und Gedanken sind bei den Menschen im Iran und bei allen durch totalitäre Gewalt Verfolgten und Bedrohten in der Welt.“
