Im Gespräch mit Guido Vierkötter

  • 16.05.2026

Das inklusive Sportcamp ist eine Ferienaktion mit zahlreichen Sportangeboten, in der Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderungen gleichermaßen willkommen sind. Die zwei Campwochen werden eröffnet mit einer Kick-Off-Veranstaltung am Samstag, 15.08.2026, um 14 Uhr, zu der alle herzlich eingeladen sind.

Das Sportcamp wird organisiert von der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen unter Leitung von Diakonin Elke Coxson. Schirmherr des diesjährigen Sportcamps ist Bürgermeister Guido Vierkötter, mit dem wir für die aktuelle Ausgabe des Gemeindebriefs gesprochen haben.

Herr Vierkötter, als Bürgermeister von Neunkirchen-Seelscheid haben Sie die Schirmherrschaft beim Inklusiven Sportcamp der Evangelischen Kirchengemeinde Neunkirchen übernommen – was hat sie dazu bewogen ?

Inklusion ist für mich kein abstraktes politisches Schlagwort, sondern gelebte Haltung. Wenn Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam Sport treiben, Spaß haben und füreinander eintreten, dann ist das genau das Miteinander, das ich mir für unsere Gemeinde wünsche. Die Schirmherrschaft war für mich deshalb keine Frage.

Hatten Sie jetzt als Bürgermeister und Schirmherr erstmalig mit dem Sportcamp zu tun?

Nein, das Sportcamp ist mir schon länger vertraut. Über meine frühere Tätigkeit als Rechtsanwalt war ich mit meiner Kanzlei bereits als Sponsor dabei, ich habe das Projekt also von Anfang an begleitet und seine Entwicklung mit Freude verfolgt. Damit dass ich nun als Bürgermeister die Schirmherrschaft übernehmen kann, schließt sich für mich ein schöner Kreis.

Woran denken Sie konkret, wenn Sie an das Inklusive Neunkirchener Sportcamp denken?

Ich denke an glückliche Gesichter, an Teamgeist und daran, wie Sport Barrieren abbaut, die anderswo noch bestehen. Und ich denke an all die Ehrenamtlichen, die dieses Camp überhaupt erst möglich machen. Ehrenamtliches Engagement ist das Fundament unserer Gemeinschaft und das Sportcamp ist ein wunderbares Beispiel dafür, was Menschen bewegen können, wenn sie einfach anpacken.

Was können solche Veranstaltungen wie das Inklusive Neunkirchener Sportcamp zum Leben in Neunkirchen-Seelscheid beitragen?

Sie stärken den Zusammenhalt. Veranstaltungen wie das Sportcamp zeigen, dass Vielfalt keine Herausforderung ist, sondern eine Bereicherung. Kinder, die hier gemeinsam erleben, dass Unterschiede keine Grenzen setzen müssen, tragen diese Erfahrung ihr ganzes Leben mit sich. Das ist nachhaltiger als jede Maßnahme auf dem Papier.

Was tut die Gemeinde Neunkirchen-Seelscheid in Bezug auf Inklusion?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, öffentliche Gebäude und Plätze barrierefrei zu gestalten und unterstützen Vereineund Initiativen, die inklusive Angebote schaffen. Gleichzeitig sind wir uns bewusst, dass Inklusion ein Prozess ist und dass wir dabei auch von Projekten wie dem Sportcamp lernen können.

Sie sprechen darüber, voneinander zu lernen  Wie bewerten Sie denn generell die Zusammenarbeit mit den Kirchen vor Ort?

Als sehr wertvoll. Die Kirchen sind seit jeher verlässliche Partner, wenn es darum geht, Menschen zusammenzubringen und soziale Verantwortung zu tragen. Diese Zusammenarbeit bereichert unsere Gemeinde und das Sportcamp ist ein gutes Beispiel dafür, wie zivilgesellschaftliches und kirchliches Engagement Hand in Hand gehen können.

Vielen Dank für dieses Gespräch!

  • Arthur Röben
  • Red