72.000 Unterschriften für „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope!“

Über 72.000 Menschen fordern konkrete Reformen des internationalen Finanzsystems und Schuldenstreichungen für Staaten des Globalen Südens. Zum Abschluss der Kampagne „Erlassjahr 2025 – Turn Debt into Hope!“ hat ein zivilgesellschaftliches Bündnis von 71 Organisationen, zu dem auch die Evangelische Kirche im Rheinland gehört, am 3. März 2026 den Appell und die Unterschriften an das Bundesfinanzministerium übergeben.

Viele Staaten des Globalen Südens sind durch ihre Schuldensituation stark belastet: Enorme Zins- und Tilgungszahlungen, ungünstige Refinanzierungsbedingungen und strukturelle Ungleichheiten im internationalen Finanzsystem verschärfen die soziale Ungleichheit und wirtschaftliche Instabilität. Die Kampagne “Turn Debt into Hope” fordert deshalb unter anderem die Einrichtung einer UN-Schuldenrahmenkonvention. Eine solche Konvention wird auch von Staatengruppen aus dem Globalen Süden gefordert, etwa von der Afrikanischen Union.

Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland hatte bei ihrer Tagung im Februar 2025 beschlossen, „auf gerechte Beziehungen zwischen benachteiligten und bevorteilten Ländern im globalen Finanzsystem hinzuwirken“ und sich für faire Schuldenerlasse und Staateninsolvenzverfahren einzusetzen. In dem Zusammenhang hatte die Landessynode Gemeinden und Kirchenkreise gebeten, das Entschuldungsbündnis „erlassjahr.de“ zu unterstützen.

 

  • 04.03.2026
  • Red.
  • Erlassjahr 2025